Münster: Kostenloser Ausbau digitaler Stromzähler schreitet voran
Digitale Stromzähler: Ausbau in Münster läuft nach Plan
Stadtnetze Münster und smartOPTIMO statten Verbraucher kostenlos mit neuer Technik aus
Bereits in mehr als 5.500 Haushalten und Betrieben in Münster wird der Stromverbrauch mit digitalen Zählern gemessen. Nach Vorgaben der Bundesnetzagentur sollen bis 2032 bundesweit alle analogen Stromzähler (Ferrariszähler) aus dem Netz verschwunden sein und gegen sogenannte Smart Meter getauscht werden. In Münster sind dafür die Stadtnetze Münster als grundzuständiger Messstellenbetreiber gemeinsam mit dem Partnerunternehmen smartOPTIMO zuständig. smartOPTIMO übernimmt dabei als Tochter der Stadtwerke Münster den Einbau, Wechsel und Ausbau der Zähler. Das teilen die Stadtwerke mit.
Hinter dem Schlagwort Smart Meter verbergen sich zwei Arten von digitalen Zählern: neue moderne Messeinrichtungen und intelligente Messsysteme. Der wesentliche Unterschied: Intelligente Messsysteme können Daten automatisch an Netzbetreiber und Stromversorger übermitteln, moderne Messeinrichtungen nicht. Für den Smart Meter-Rollout müssen in Münsters Stromnetz insgesamt rund 176.000 moderne Messeinrichtungen und 18.000 intelligente Messsysteme eingebaut werden.
Welches Gerät eingebaut wird, ist abhängig vom Stromverbrauch. Wessen Verbrauch unter 6.000 Kilowattstunden im Jahr liegt, erhält eine moderne Messeinrichtung. Bei einem höheren Verbrauch ist ein intelligentes Messsystem Pflicht, ebenso für Besitzer einer PV-Anlage (mit mehr als 7 kWp Leistung), einer vom Netzbetreiber steuerbaren Wärmepumpe oder Wallbox. Zum Vergleich: Ein durchschnittlicher Drei-Personen-Haushalt verbrauchte 2025 rund 3.500 Kilowattstunden Energie.
Kein Stress für Verbraucherinnen und Verbraucher
„Verbraucherinnen und Verbraucher müssen sich für einen Smart Meter um nichts kümmern. Wenn der reguläre Zählerwechsel ansteht, kommen wir unaufgefordert auf die Anschlussnutzer zu. Der reguläre Zählertausch ist für die Kundinnen und Kunden immer kostenlos – auch, wenn ein digitales Gerät eingebaut wird“, sagt Franz Süberkrüb, Geschäftsführer der Stadtnetze Münster. Für die jährlichen Zählerkosten gelten gesetzliche Obergrenzen: Moderne Messrichtungen kosten maximal 25 Euro im Jahr, , intelligente Messsysteme ab 30 Euro je nach Leistungsklasse. Die Abrechnung dieser Kosten erfolgt in der Regel über den Stromanbieter und nicht direkt zwischen Messstellenbetreiber und Verbraucher. „Verbraucherinnen und Verbraucher sollten sich von Werbeaussagen wettbewerblicher Anbieter zu angeblich kostenlosen Angeboten und zeitlich befristeten Aktionen nicht verunsichern oder unter Druck setzen lassen“, so Süberkrüb.
Wer freiwillig einen intelligenten Stromzähler bei sich zu Hause installieren lassen möchte, kann den Einbau online bei den Stadtnetzen beauftragen. „Wir haben die notwendigen Kapazitäten, um den Zählerwechsel ohne lange Wartezeiten durchzuführen“, betont Süberkrüb.
Weitere Informationen: www.stadtnetze-muenster.de/zaehlen-und-messen/messstellenbetrieb/intelligentes-messsystem