Stadtwerke Münster bleiben auf Rang eins
Spitzenplatz beim Fahrpreis-Vergleich verteidigt
Der Fahrgastverband Pro Bahn Münsterland gratuliert via Pressemitteilung den Stadtwerken Münster zum erneuten Spitzenplatz beim aktuellen bundesweiten Fahrpreis-Vergleich von testberichte.de. Zum fünften Mal wurden die Fahrpreisangebote von über 40 deutschen Städten vom Portal verglichen.
Münster liegt im Gesamtranking weiter auf dem ersten Platz vor Potsdam und Schwerin, die ihre Podiumsplätze ebenfalls verteidigen konnten. In den Topten zudem Bielefeld, Braunschweig, Frankfurt a.M., Düsseldorf, Magdeburg, Freiburg und auf Rang zehn Bonn. Schlusslicht Mannheim sowie Berlin und Augsburg sind am teuersten. Köln ist der Aufsteiger des Jahres, Aachen und Kiel rutschen im Ranking am stärksten ab.
Die bundesweite Grundtendenz: Einzelfahrscheine wurden im vergangenen Jahr um fünf Prozent teurer, die Preise für Tagestickets sanken hingegen im Durchschnitt um ein Prozent.
Noch Luft nach oben?
Das bei der Preisgestaltung in Münster aus Fahrgastsicht vielleicht doch noch Luft nach oben ist, zeigt die Einzelbewertung. Münster erreicht mit der durchschnittlichen Platzierung von 6,8 zwar den Spitzenplatz unter den 42 Städten mit über 200.000 Einwohnern und Landeshauptstädten
Deutschlands, doch Platzierung wie zum Beispiel Rang 13 bei den Kosten für die „Einfache Fahrt“ (in Münster 3,60 €) zeigen, dass Gelegenheitsfahrgäste anderenorts günstiger unterwegs sind. Gemessen am Durchschnittseinkommen der Menschen in der Domstadt schneidet Münster beim Einzelticket-Preisvergleich zumindest drei Plätze besser ab. Die Tageskarte für 6,80 € erreicht im Vergleich Rang sieben.
Münsters MonatsAbo mit aktuell noch 31 € liegt im bundesweiten Fahrpreis-Vergleich uneinholbar weit vorn. Platz zwei nimmt das 43,50 € teure Monatsticket für Potsdam ein. Damit ist es um über 40 Prozent teurer als das auf Anregung der SPD in Münster eingeführte MünsterAbo, so ProBahn. Weitere erste
Plätze holen die Tarife in Münster beim sich schon nach nur neun Einzelfahrten rentierenden Monatsticket und bei der kostenfreien Hundemitnahme.
Pro Bahn rät zum MünsterAbo und zum D-Ticket
„Wir freuen uns, dass der Stadtverkehr in Münster tariflich so gut im bundesweiten Fahrpreis-Vergleich abschneidet. Aus unserer Sicht ist der Öffentliche Verkehr in der Domstadt auch wesentlich besser als sein Ruf oder sein Anteil am Modalsplit. Bei dem völlig verdienten Lob für das Verkehrsunternehmen und die Stadtpolitik, bleibt aber immer noch genug zu tun, um noch mehr Menschen in Münster vom PKW in den Bus zu bringen. Insbesondere die Pünktlichkeit hilft den Fahrgästen.
Um die zu erreichen, brauchen wir Busspuren und Bevorrechtigung an Ampelanlagen“, verdeutlichtWerner Szybalski, Vorsitzender von Pro Bahn in Münster, der sich zudem wünscht: „In Münster sollten alle ein MünsterAbo oder ein D-Ticket besitzen.“
Preiserhöhungen in Münster kommen im Frühjahr
Allerdings wird es in Münster nicht so kostengünstig bleiben, denn mit dem neuen Westfalen-Tarif, der zum 1. April 2027 eingeführt wird, steigen auch in Münster die Fahrpreise aufgrund gestiegenerPersonal- und Betriebskosten zwischen fünf und gut sechs Prozent. Das Deutschland-Ticket wird sogar schon zum Jahreswechsel teurer. Statt 63 € wird es 66,80 € kosten.
In Münster steigt der Preis
für das MünsterAbo künftig um 1,50 € auf 32,50 €. Dafür werden allerdings die Einzeltickets für Erwachsene und für Kinder jeweils 10 Cent günstiger. Ganz wegfallen wird in der Domstadt der
Kurzstreckentarif.
Bild: Die Busse in Münster sind im bundesweiten Vergleich am kostengünstigsten. (Foto Werner Szybalski / PB MSL)