**Interreligiöses Pilgern: Auf den historischen Spuren des Westfälischen Friedens**
Interreligiöses Pilgern auf der Route des Westfälischen Friedens
Sechs Tagesetappen, beginnend am 27. September / Islamisch- und Evangelisch-Theologische Fakultäten beteiligt
Ein interreligiöses Pilgerprojekt bringt Menschen verschiedener religiöser und weltanschaulicher Hintergründe auf der historischen Friedensroute zwischen Osnabrück und Münster zusammen – jener Strecke, die an die Wege der Gesandten während der Verhandlungen zum Westfälischen Frieden von 1648 erinnert. Unter dem Motto „Wo Frieden Wege findet“ laden die Veranstalter, zu denen die Islamisch- und die Evangelisch-Theologische Fakultäten der Universität Münster sowie der Beauftragte gegen Antisemitismus gehören, dazu ein, sich gemeinsam auf den Weg zu machen. In sechs Tagesetappen führt die rund 81 Kilometer lange Route zwischen September 2026 und Oktober 2027 von Osnabrück nach Münster. Den Auftakt bildet am 27. September die etwa elf Kilometer lange Route vom Osnabrücker Hauptbahnhof zum Bahnhof Hasbergen. Treffpunkt ist um 9.15 Uhr am Bahnhof in Osnabrück, um 9.30 Uhr beginnt die Wanderung. Das teilt die Universität mit.
Unterwegs gibt es Raum für Gespräche, Impulse aus jüdischer, christlicher und muslimischer Tradition, Momente der Stille sowie gemeinsame Reflexionen über Frieden, Verantwortung und ein gelingendes Zusammenleben in einer vielfältigen Gesellschaft. Die folgenden Etappen führen über Natrup-Hagen, Lengerich, Ladbergen und Greven. Zum Abschluss erreichen die Pilgerinnen und Pilger am 24. Oktober 2027 die Akademie Franz Hitze Haus in Münster.
Das Angebot richtet sich an alle Interessierten, Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Die Teilnahme ist kostenfrei, die An- und Abreise zum Startpunkt beziehungsweise vom Zielbahnhof organisieren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer selbst. Eine Anmeldung ist für die komplette Route, aber auch für einzelne Etappen möglich – vorzugsweise über die Webseite www.ev-eb.de oder bei Inge Laukamp vom Evangelischen Kirchenkreis Steinfurt-Coesfeld-Borken unter st-bildung@ekvw.de, jeweils bis spätestens Mittwoch vor der jeweiligen Etappe.
Basis des Projekts ist ein interreligiös und institutionell vielfältiger Zusammenschluss, dem unter anderem Prof. Dr. Mouhanad Khorchide (Islamisch-Theologische Fakultät der Universität Münster), Prof. Dr. Traugott Roser (Evangelisch-Theologische Fakultät der Universität Münster), Ludger Hiepel (Beauftragter der Universität Münster gegen Antisemitismus), Simone Pelikan (Jüdische Gemeinde Münster), Dr. Esther Brünenberg-Bußwolder (Evangelischer Kirchenkreis Steinfurt-Coesfeld-Borken), Dr. Johannes Sabel (Akademie Franz Hitze Haus) und Dr. Philipp Brockkötter (Friedensbüro der Stadt Münster) angehören.
Foto: Pixabay
Weitere Informationen zum interreligiösen Pilgern
https://www.uni-muenster.de/Islamische-Theologie/aktuelles/archiv/2026/Interreligioeses_Pilgern.html