**Paul Schallück neu entdeckt**
Walter Gödden - Paul Schallück – Die Neuentdeckung eines Vergessenen
Vortagsveranstaltung aus Anlass des 50. Todestags
Auf Einladung des Literaturvereins Münster stellt der Germanist und Autor Walter Gödden unter dem Titel »Die Neuentdeckung eines Vergessenen« am Mittwoch, 21. Oktober um 20.00 Uhr im Theatertreff den Autor Paul Schallück (1922–1976) aus Anlass seines 50. Todestags vor. Das teilt der Literaturverein mit.
Paul Schallück, in Warendorf geboren, in Münster gefeiert und aufgrund seiner kritischen Haltung gegenüber der heimischen Region bisweilen aber auch als »Nestbeschmutzer« bezeichnet, zählte zu den bekanntesten Schriftstellern im Nachkriegsdeutschland. Er war festes Mitglied der Gruppe 47, wurde vom renommierten S. Fischer Verlag verlegt, seine Romane wurden in viele Sprachen übersetzt. Der Wegbegleiter Heinrich Bölls und Freund Paul Celans war ein Vertreter der sog. Trümmerliteratur, die sich, dem Phänomen deutscher »Vergesslichkeit« trotzend, der Aufarbeitung des Holocaust und nationalsozialistischer Verbrechen widmete. Nun sind neue Zeugnisse aufgetaucht, 225 bislang unbekannte Briefe, die Einblicke in Schallücks Lebenswelt und sein Innenleben gewähren und Aufschluss darüber geben, was es zwischen 1950 und 1970 hieß, als freier Schriftsteller zu reüssieren. Paul Schallücks Werk ist heute aktueller denn je ist, weil es gesellschaftliche Analyse und literarisches Vermögen beispielhaft vereint.
Bild: Paul Schallück, © Archiv Schwienhorst
Karten sind im ROSTA-Buchladen (Aegidistr. 12) und an der Abendkasse erhältlich.