Münster im Fokus: Radfahrer*innen zur Umfrage beim ADFC-Fahrradklima-Test aufgerufen
Radfahrer*innen können Münster bewerten: ADFC- Umfrage läuft bis zum 30. November - Erstmals mit eigener Befragung für Kinder und Jugendliche
Noch bis Ende November läuft die Umfrage zum Fahrradklima-Test 2026 des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC). Mit der Teilnahme an der Online-Umfrage können Radfahrerinnen und Radfahrer Münster bewerten. Es geht um das Sicherheitsgefühl beim Radfahren in Münster, um Zustand und Breite der Radwege und um die Frage, wie oft das Fahrrad genutzt wird. Das teilt die Stadt mit. Die Ergebnisse helfen der Stadt Münster, ihr Angebot für Radfahrende weiter auszubauen. Ein Link zur Umfrage findet sich unter https://www.stadt-muenster.de/verkehrsplanung.
Der ADFC-Fahrradklima-Test findet zum zwölften Mal statt. Erstmals gibt es für Kinder und Jugendliche eine eigene Umfrage im Rahmen des ADFC-Fahrradklima-Tests. Kinder und Jugendliche erleben den Straßenverkehr anders als Erwachsene. Und gerade junge Menschen brauchen besonders sichere Bedingungen, um selbstständig mit dem Rad unterwegs zu sein – zur Schule, zum Sport oder in der Freizeit. Deshalb möchte der ADFC von ihnen wissen, was beim Radfahren gut funktioniert, was Schwierigkeiten macht und was sich verändern muss, damit sie gerne oder überhaupt aufs Fahrrad steigen.
Weitere Verbesserungen für den Radverkehr
Im ADFC-Fahrradklima-Test 2024 konnte Münster Platz 1 unter den Städten von 200.000 bis 500.000 Einwohnenden verteidigen. Allerdings hat der Test auch aufgezeigt, dass in den Bereichen Sicherheit (Note 3,7) und Komfort (Note 3,6) beim Radfahren Verbesserungsbedarf besteht.
Zur weiteren Verbesserung der Situation für den Radverkehr hat die Stadt Münster 2025 die Fahrradstraße Wilhelmstraße fertiggestellt. Mit Hessenweg und Kötterstraße entstanden die ersten Fahrradstraßen Basis in Münster. Auf der Fahrradstraße Lütkenbecker Weg/Lindberghweg ist der Kfz-Durchgangsverkehr seit September verboten. Gegen das unkomfortable Fahren über Kopfsteinpflaster testet die Stadt Münster ein neues Schleifverfahren, das sogenannte Grinding. Es wurde zunächst im Hansaviertel angewendet und macht die alten Pflastersteine deutlich ebener. Wie sich das Verfahren auf längere Sicht auswirkt, wird aktuell noch bewertet.
Damit Radfahrende sicherer und komfortabler unterwegs sein können, baut die Stadt Münster kontinuierlich das Fahrradnetz aus: Unter anderem will sie auf der Veloroute Telgte-Münster die Verbindung zwischen Bohlweg und Dieckstraße über den Ring verbessern. Auf der Veloroute Greven-Münster soll das Teilstück der Piusallee zwischen Niedersachsenring und Hohem Heckenweg zur Fahrradstraße Plus umgebaut werden. Eine verbesserte Geh- und Radwegeverbindung wird zwischen Kanalstraße und dem Bahnhof Zentrum Nord auf der Gleistrasse entstehen.
Ergebnisse liegen im Frühjahr 2027 vor
Die aktuelle Online-Befragung des ADFC besteht aus 27 Fragen und dauert rund zehn Minuten. Sie läuft bis zum 30. November. Die Ergebnisse werden im Frühjahr 2027 vorgestellt, dann gibt es ein bundesweites Ranking der fahrradfreundlichsten Städte. 2024 hatten deutschlandweit 213.000 Menschen an der Umfrage teilgenommen - davon knapp 2700 aus Münster. Den ADFC-Fahrradklima-Test 2026 fördert das Bundesministerium für Verkehr (BMV) aus Mitteln zur Umsetzung des Nationalen Radverkehrsplans (NRVP).
Bild: Komfortable Radstrecke zwischen Innenstadt und Gievenbeck: 2025 hat die Stadt Münster die Fahrradstraße Wilhelmstraße fertiggestellt. Noch bis Ende November können Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer Münster beim ADFC-Fahrradklima-Test bewerten. Foto: Stadt Münster / Patrick Schulte.