Mark Rutte erhält Friedenspreis in Münster
WWL zeichnet NATO-Generalsekretär und Jugendnetzwerk socioMovens aus / Oberbürgermeister Tilman Fuchs empfängt Preisträger im Friedenssaal
NATO-Generalsekretär Mark Rutte und das Jugendnetzwerk socioMovens sind am Donnerstag, 1. Oktober, mit dem Internationalen Preis des Westfälischen Friedens ausgezeichnet worden. Der Preis wird alle zwei Jahre von der Wirtschaftlichen Gesellschaft für Westfalen und Lippe (WWL) in Münsters Historischem Rathaus verliehen. Das teilt die Stadt mit.
Vor der Preisverleihung am Nachmittag empfing Oberbürgermeister Tilman Fuchs die Preisträger im Friedenssaal. Sie trugen sich, ebenso wie die Laudatoren, Bundeskanzler Friedrich Merz und der kanadische Kardinal Michael Czerny, sowie der Vorsitzende der WWL, Reinhard Zinkann, Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst und der Chef seiner Staatskanzlei, Nathanael Liminski, in das Goldene Buch der Stadt Münster ein.
Mit dem Preis an die NATO würdigt die WWL das Bestreben des Bündnisses, in einer Zeit globaler Unsicherheit Verlässlichkeit zu schaffen, Partnerschaften zu fördern und Frieden durch Stabilität zu ermöglichen. Die Jury der WWL begründet die Auszeichnung unter anderem mit der Unterstützung der Ukraine. Die NATO koordiniere Hilfe im Rahmen des Völkerrechts, ohne selbst Konfliktpartei zu werden.
Jugendpreis für Netzwerk in Mittel- und Osteuropa
NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst eröffnete die Preisverleihung. Bundeskanzler Friedrich Merz hielt die Laudatio auf Mark Rutte. Drei Jugendliche aus Kroatien, Ungarn und Rumänien nahmen stellvertretend für die Organisation socioMovens den Jugendpreis von Laudator Michael Czerny entgegen. Das Netzwerk mit Sitz in Dortmund bringt Jugendliche aus Mittel- und Osteuropa zusammen. Der Austausch soll den europäischen Gedanken stärken und das soziale Engagement fördern.
„Die Wirtschaftliche Gesellschaft für Westfalen und Lippe (WWL) verleiht den mit 100.000 Euro dotierten Internationalen Preis des Westfälischen Friedens alle zwei Jahre. Die Preisverleihung findet traditionell im Historischen Rathaus in Münster statt. Ausgezeichnet wird besonderes Engagement für Frieden und internationale Verständigung. Der Preis wurde 1998 anlässlich des 350. Jahrestags des Westfälischen Friedens erstmals verliehen. Die nach fünfjährigen Verhandlungen in Münster und Osnabrück geschlossenen Friedensverträge von 1648 gelten als wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu einer europäischen Friedensordnung und zur Entwicklung des heutigen Völkerrechts.
Vor der Verleihung des Westfälischen Friedenspreises empfing Münsters Oberbürgermeister Tilman Fuchs (vorne links) gemeinsam mit seiner Frau Claudia NATO-Generalsekräter Mark Rutte (vorne rechts) und weitere Gäste im Friedenssaal. Rutte trug sich in das Goldene Buch der Stadt Münster ein, ebenso wie (v. l. n. r.) die drei Jugendlichen von socioMovens, Ana Novotni, Gábor Reisz, Daria Maria Lung, der WWL-Vorsitzende Reinhard Zinkann, Bundeskanzler Friedrich Merz, NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst und Nathanael Liminski, Chef der NRW-Staatskanzlei.