+++Wehrübung+++
Am vergangenem Montagabend führte die Feuerwehr Rhede eine großangelegte Übung zum Thema Wald- und Vegetationsbrand durch.
Angenommen wurde ein größerer Waldbrand im Bereich des Schlaaderkamps.
Beübt wurden neue Taktiken, die einige Führungskräfte in den letzten Wochen und Monaten auf mehreren Multiplikatoren-Schulungen des Kreises Borken erhalten haben.
Geschult wurden wir durch Experten von @fire, eine gemeinnützige, nichtstaatliche Hilfsorganisation, die international Hilfe bei Naturkatastrophen leistet und sich hierbei als Ergänzung zu den bestehenden Strukturen in der internationalen Katastrophenhilfe sieht.
Weiterhin wurde die Feuerwehr Rhede einer von drei Logistikstandorten im Kreis Borken, die verschiedene Sondermaterialien zur Waldbrandbekämpfung in größerer Stückzahl vorhält und im Bedarfsfall dieses Equipment an alle Feuerwehren im Kreis Borken liefern kann.
Eine Drohne gehört ebenfalls zu dem Sonderzubehör und wurde Montag ebenfalls direkt eingesetzt und getestet.
Die am Montag durchgeführte Großübung wurde in den vorrausgegangenen Wochen von Thomas Lubbers und Jochen Wedding geplant und organisiert. Ansgar Steinberg übernahm die Einsatzleitung für die Übungslage.
Insgesamt wurden vier Einsatzabschnitte gebildet:
1. Die Wasserversorgung im Waldgebiet mittels Pendelverkehrs. Hierbei holen Löschfahrzeug an einer Wasserentnahmestelle außerhalb des eigentlichen Einsatzgebiets immer wieder Wasser und bringen es zu einem großen, mobilen Wasserspeicher unweit der Einsatzstelle.
2. Den Aufbau einer Kreisregnerstrecke, z.B. zum Schutz einer Schneise, um dort die Flammenausbreitung zu verhindern.
3. Die Vornahme eines modularen Schlauchsystemes.
Vereinfacht gesagt wird hier eine Art Versorgungsleitung in den Wald aufgebaut, von wo aus dann mit kleineren Einheiten und Schläuchen die direkte Brandbekämpfung durchgeführt werden kann.
4. Die Schlauchverlegung unter Druck.
Hierbei wird ein möglichst schnelles und tiefes Eindringen in das Waldgebiet ermöglicht.
Am Ende der Übung wurde noch ein kleiner Imbiss gereicht und mit allen Beteiligten eine Nachbesprechung durchgeführt.
Natürlich lief beim ersten Mal mit allen Einsatzkräften noch nicht alles perfekt und es bedarf noch der ein oder anderen weiteren Übung, um die Kenntnisse zu sichern und zu festigen.
Ganzheitlich betrachtet kann man aber festhalten, dass der Kreis Borken und hier auch die Feuerwehr Rhede sehr gut auf den Ernstfall vorbereitet sind.
Wir hoffen natürlich, dass wir das Wissen und Equipment nicht allzu häufig einsetzen müssen. (JW)