**Alternativer Westfälischer Friedenspreis: Ein Zeichen für Frieden und Völkerverständigung**
Alternativer Friedenspreis - Gegenakzent zum Friedenspreis für die NATO
Veranstaltung mit 240 geladenen Gästen im Rathaus Festsaal und Laudatoren Prof. Heribert Prantl und Margot Käßmann
Am Freitag 25. September um 18.00 Uhr wird zum ersten Mal in Münsters Rathaus mit 240 geladenen Gästen der Alternative Westfälische Friedenspreis verliehen.
„Als Stadt des Westfälischen Friedens von 1648 trägt Münster eine besondere Verantwortung für Frieden, Völkerverständigung und die friedliche Lösung von Konflikten. Der Alternative Westfälische Friedenspreis (AWFP) ist in diesem Sinne nicht nur Erinnerung an den historischen Friedensschluss sondern Verpflichtung für ein aktuelles politisches Handeln“, teilen Juliane Brüggemann und Rüdiger Sagel als Vereinsvorsitzende des AWFP mit.
Die diesjährige Entscheidung des WWL (Wirtschaftliche Gesellschaft Westfalen-Lippe) den Preis 2026 an die NATO zu vergeben, hatte zur Gründung des Vereins geführt, der jetzt einen Preis von 10.000 Euro vergibt, der nach Auffassung des Vereins nicht, wie das Militärbündnis, dem Geist und der Tradition des Westfälischen Frieden widerspricht.
„Wir freuen uns, dass Prof. Heribert Prantl und Margot Käẞmann die Laudatio zur diesjährigen Preisverleihung in Münster an den Connection e.V. halten und uns Münsters Oberbürgermeister Tilman Fuchs im Rathaus des Westfälischen Frieden begrüßt.“
Die Stadt Münster habe bereits eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass der Artikel 4 des Grundgesetz Deutschlands: ‚Niemand darf gegen sein Gewissen zum Kriegsdienst mit der Waffe gezwungen werden‘ umgesetzt wird, so die beiden Vereinsvorsitzenden „Denn am 15. Mai 1996 beschloss der Stadtrat, Deserteure und Kriegsdienstverweigerer aufzunehmen. Dieser Beschluss wurde am 22. März 1999 bekräftigt, gilt bis heute, und im November 1999 konnten daraufhin zwei Deserteure aus dem ehemaligen Jugoslawien in Münster aufgenommen werden.“
An diese Münsteraner Friedens- und Schutztradition soll der Alternative Westfälischer Friedenspreis anknüpfen , der an den Connection e.V. verliehen wird. Connection e.V. ist eine Organisation, die seit Jahrzehnten Deserteure, Kriegsdienstverweigerer und Menschen unterstützt. „Denn: Wer sich Krieg und Töten verweigert handelt nicht gegen den Frieden sondern kann sich gerade dadurch für den Frieden entscheiden und verdient Schutz und Anerkennung - nicht Ausgrenzung oder Verfolgung.“
Mit der Auszeichnung von Connection e.V. will der Alternative Westfälische Friedenspreis einen Gegenakzent zum Friedenspreis für die NATO: Für Völkerverständigung, Diplomatie, Abrüstung, die Suche nach gemeinsamen Sicherheitslösungen und eine friedliche Zukunft statt Krieg.
In diesem Sinne laden wir auch alle Menschen, ihre politischen Vertretungen und Organisationen in Münster ein, unterschiedliche Auffassungen über Sicherheit und Frieden zu diskutieren.
Bild: Die Vereinsvorsitzende Juliane Brüggemann mit dem Juryvorsitzenden Prof. Alfons Kenkmann (Bildmitte), im Hintergrund Rüdiger Sagel Foto: Frank Biermann